Die rauhen Nächte

Die Rauhnächte (auch Raunächte oder Rauchnächte) sind die zwölf Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag und stehen symbolisch für die zwölf Monate im neuen Jahr.  Sie sagen jeweils die Ereignisse im zugeordneten Monat vorher, deshalb werden sie auch „Losnächte“ (Losen = vorhersagen) genannt.

Sie gelten seit jeher als heilige Zeit.

Es ist eine Zeit der Stille, nach Innen schauen, auf das alte Jahr zurückschauen und das kommende Jahr vorausschauen. Durch einen bewussten Umgang mit den Rauhnächten hast Du die Möglichkeit, aktiv das kommende Jahr zu beeinflussen und positiv mitzugestalten.

Es ist auch die Zeit, um mit den Naturgeistern in Kontakt zu treten, und die Dämonen auszusäen, die zu dieser Zeit ihr Unwesen treiben. Sie rühren aus der Differenz der Tage im Sonnenjahr (365 Tage) und dem Mondjahr (354 Tage). Um diese Differenz auszugleichen, fügten die Kelten 11 Schalttage und 12 Nächte ein, in denen die Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt sind und die Tore zur „anderen Welt“ offenstehen.

Achte in dieser Zeit besonders auf Deine Träume, denn man sagt, dass diese Träume im jeweils dazugehörigen Monat in Erfüllung gehen. Es empfiehlt sich, ein Tagebuch zu führen und alles zu notieren, was Dir in dieser Zeit widerfährt. Denn alles, was an diesen Tagen geschieht, hat eine ganz besondere Bedeutung, selbst wenn es im ersten Moment auch noch so banal und unwichtig erscheint.

Es ist die Zeit des Loslassens und der Reinigung. Werde alten Ballast los und starte frei in das neue Jahr.

Meine Playlist
für die Zeit:

Rauhnachtsrituale

  • Aufräumen und putzen – nicht entrümpeln und ausmisten (das soll Unglück bringen)
  • Haus oder Wohnung räuchern – z.B. mit Salbei, Weihrauch, Palo Santo, Wacholder, Myrrhe, Kampfer, Engelwurz
  • Schulden begleichen und Geliehenes zurückgeben
  • Ballast loswerden, Angelegenheiten klären
  • Rückschau halten: Was war gut im alten Jahr, wofür bin ich dankbar?
  • Meditation und innere Einkehr
  • Achte auf Deine Träume und führe ein Traumtagebuch – denn die Träume zeigen Prognosen fürs kommende Jahr auf

Mein persönliches Ritual

Seit ein paar Jahren habe ich nun mein ganz eigenes Ritual, das ich zunehmend mit meiner Familie und meinen Freunden und nun auch mit dir teile.

Du brauchst dazu 12 gleich große Zettelchen, für die 12 Raunächte. Auf jeden dieser Zettel schreibst du einen Wunsch, den du dir im kommenden Jahr erfüllen möchtest.

Wichtig ist, dass du den Wunsch in Präsenz und positiv formulierst. Also wenn dein Wunsch zum Beispiel ist, dass du weniger geizig bist, dann schreibst du auf deinen Zettel: Ich bin großzügig.
Ich hatte beispielsweise so Zettelchen, wie ich lebe konsumfrei (also weniger shoppen oder Dinge kaufen) oder ich liebe alle Seiten an mir, auch meine Schattenseiten.

So füllst du alle 13 Zettelchen für dich und faltest sie anschließend, sodass du nichts mehr lesen kannst. In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember, also an Heiligabend, startest du dann den ersten Zettel zu verbrennen. Ohne ihn zu öffnen und vorher zu lesen! Damit gibst du diesen Wunsch an das Universum frei, dass dieses sich darum kümmert. So verbrennst du jede Nacht einen Zettel, insgesamt 12 und bestenfalls alleine und im Dunkeln vor 24:00 Uhr.

In der Nacht vom 5. auf 6. Januar solltest du dann noch einen Zettel übrig haben, den öffnest und liest du. Das ist der Wunsch, den du dir im kommenden Jahr selbst erfüllen musst.

Den Zettel hänge ich mir dann irgendwo ins Zimmer, in den Kleiderschrank oder an eine Pinnwand und der Wunsch begleitet mich das ganze Jahr. Spätestens zum Ende des Jahres kann ich mich nicht weiter davor drücken, mein Thema nicht anzugehen. Es hat mir in der Vergangenheit sehr geholfen weiter zu wachsen und zu heilen.

In diesem Sinne, hab eine schöne heilige Zeit <3

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